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Leseproben: für
"Große"
Briefe

Der Zauber ist in Dir...
Mit großen, staunenden Augen schaust Du in die Welt, kleiner Mensch
und saugst alles um Dich herum auf.
Fast regungslos ist Dein Gesicht, den Mund leicht geöffnet,
wartest du still ab.
Gespannt, neugierig, unsicher....
Sachte geht Dein Atem.
Im Braun Deiner Augen spiegelt sich die Welt wider,
tief in Dir gefangen und ganz klein-
winzig klein-
so spiegelt sich jede Bewegung, jede Form und jede Farbe...
wird sich festsaugen an Deiner Seele und Dich zum Menschen formen.
Mit großen, staunenden Augen beobachtest du Deine Umwelt....
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Fernweh...
Manchmal schweift mein Blick über die Landschaft,
doch meine Augen sehen nicht.
Weit weg sind die Gedanken, in einem fremden Land.
Vor mir spiegeln sich die Sonnenstrahlen des Morgens
auf dem Azurblau des Sees,
sich sanft auf leichten Wellen wiegend.
Lichter Nebel zieht gespenstig über den,
von mächtigen Felsmassiven umgebenen See.
In aquarellierten Braun-, Grau- und Grüntönen spiegeln sich Fels und
Wald
auf der Wasseroberfläche wider ...
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Manuskript- Einblicke
...
Hand in Hand schlenderten sie zum Jeep und fuhren aus der Stadt, die
Küstenstrasse entlang zum Strand. "Ich kenne da ein kuscheliges
Plätzchen- ganz für uns alleine!" sagte Jim in die Stille.
Jane hatte ihren Kopf aus dem Fenster gesteckt. Ihr Haar flatterte
im Fahrtwind wie die Mähne eines galoppierenden Pferdes. Der Wind
war warm und angenehm. Sicher steuerte Jim den Jeep über die Straßen
zu einer kleinen Bucht. Nur wenige Menschen waren hier. Sie stellten
den Wagen am Ende der Strasse ab und gingen hinunter zum Strand. Arm
in Arm. Jim lächelte Jane verliebt an.
"Los, komm!" rief sie plötzlich und rannte los.
Überrumpelt folgte ihr Jim, holte sie ein und warf sie in den
warmen, weichen Sand der von felsigen Klippen umrahmten Bucht.
Atemlos lagen sie nebeneinander am Strand, lachten und schauten in
den wolkenlos blauen Himmel. Glücklich gefangen in der Leichtigkeit
des Nichts...
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"...Jäh
zerschnitt das Heulen des Martinshorns die Stille der Nacht.
Gleisend rotierte das Blaulicht durch die Dunkelheit. Spiegelte sich
einem Neonschwert gleich an den Fassaden der Häuser. In rasender
Geschwindigkeit jagte der Rettungswagen durch die Stadt. Über viel
befahrene Kreuzungen und rote Ampeln hinweg. In rasanter Fahrt jedem
Hindernis ausweichend, selbst immer am Limit. Während der Fahrer um
jede Minute rang, kämpfte hinter ihm im Fahrzeug das Rettungsteam um
Leben... Menschenleben!
Sanft bremste der Fahrer ab, bog von der Straße zum Seiteneingang
des Krankenhauses ab und stoppte schließlich vor der großen Glastür.
"Notaufnahme" stand in riesigen Leuchtbuchstaben darüber.
Drei Pfleger des Krankenhausteams warteten bereits und nahmen den
...
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Carl
parkte den Wagen und schlenderte mit Jane Hand in Hand zum Haus.
Jane stand hinter ihm als er im Dunkel nach dem Schlüsselloch
suchte.
"Mach doch Licht!" schlug Jane vor.
"Geht schon!" antwortete Carl und spürte, wie der Schlüssel endlich
in das Schlüsselloch rutschte.
"Ja, lass das Licht aus und beweg deinen Arsch nach drinnen!" befahl
wie aus dem Nichts eine harte Männerstimme. Carl fuhr herum. Aus dem
Dunkel der Säulen und Bäume war leise ein Mann getreten und hielt
Jane eine Waffe an den Kopf. Carl sah ihre entsetzten Augen.
"Los, beweg dich, sonst...!"
Der Mann drückte die Mündung der Pistole fest an Jane`s Schläfe.
Panik stieg in ihr hoch. Sie schloss die Augen und schluckte. Ihr
Atem ging schnell und flach. Ihr Puls rasste.
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"Darling, ich möchte heute mit in die Studios fahren. Ich möchte bei
dir sein. Okay?"
"Okay!" lächelte Stephen und küsste Emily auf die Stirn.
Hand in Hand schlenderten sie zum Auto. Sahen sich verliebt in die
Augen. Sie lachten, scherzten und waren sichtlich gut gelaunt.
"Dein Foto gefällt mir wirklich." sagte Stephen, während er den
Mustang aus dem Grundstück auf die Straße steuerte.
"Das ist schön." lächelte Emily und sah Stephen an.
Seine blonden Haare wehten im Fahrtwind. Hellwach beobachteten die
tiefblauen Augen die Straße und lächelten sie gelegentlich an. Sein
Profil war klar und ebenmäßig mit dem Ansatz einer leichten
Stupsnase. Das weiße Sweatshirt bildete einen interessanten Kontrast
zu seiner ...
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Kurzgeschichte
"Voll verzapft...!"
Ich saß auf der Wohnzimmercouch. Das Telefon am
Ohr, durch das mir meine Schwiegermama das Resultat ihres
heutigen Arztbesuchs mitteilte. Im gleichen Moment erzählte mir
mein Großer irgendetwas von Wochenende, Disco und Party....,
während meine Kleine mir weinend ihre kaputte Puppe entgegen
streckte. "Ich habe meine Unterlagen im Auto liegen lassen!"
warf mein Mann in das Chaos und ging in Richtung Esszimmer.
"Nimm doch bitte den Müll mit raus!" rief ich ihm hinterher.
Nickend ging er durch das Esszimmer in den Flur, nahm dort vom
Schränkchen neben der Haustür den Autoschlüssel und kam den
ganzen Weg zurück ins Wohnzimmer. Mein Göttergatte bahnte sich
einen Weg zwischen unseren Kindern und dem Telefonhörer
hindurch, drückte mir einen Kuss auf die Lippen und ging wieder
ins Esszimmer. Dort fischte er sich einen Brotrest vom Teller-
die standen noch immer vom Abendessen auf dem Tisch- und schob
ihn in den Mund. Kauend fiel sein Blick auf die
Motorradzeitschrift, die auf dem Sideboard lag. Sofort blätterte
er darin. Ohne den Blick von der Zeitung zu nehmen, fischte er
sich noch einen Happen vom Tisch. Der eine Fuß orientierte sich
bereits Richtung Küche, während die Augen meines Liebsten noch
an dem Artikel über die neueste Kawasaki klebten. Endlich riss
er sich los und erreichte tatsächlich die Küche. Mein Schatz
öffnete den Schrank unter der Spüle, in dem der Mülleimer stand.
Da!
Da stand ein Jogurtbecher mit Löffel darin auf
der Spüle. Genussvoll kratzte mein Herzblatt noch den
allerletzten Rest aus dem Becher, warf den nun definitiv leeren
Becher in den Müll und schloss die Schranktür. Glucksend und mit
lautem Seufzer nahm er schließlich noch einen kräftigen Schluck
aus der Wasserflasche, die ebenfalls auf der Spüle stand. Dann
verschwand er aus der Wohnung.
Schwiegermamas Arztbericht war inzwischen fertig,
mein Großer in seinem Zimmer verschwunden und die Kleine hatte
ich mit der Reparatur der Puppe zur Ruhe gebracht.
Kurze Zeit später kam mein Angetrauter zurück,
setzte sich neben mich auf das Sofas und blätterte in seinen
Akten. Ich sah ihn an. "Liebling, hast du den Müll mitgenommen?"
hauchte ich mit sanfter Stimme.
"Nö, hätte ich das sollen?" fragte er mit
jungenhafter Unschuld ohne den Blick von seinen Unterlagen zu
nehmen.
Ich musste schmunzeln. Wie oft hatten mich auf
dem Weg zu meinem Ziel so viele Dinge gestoppt, bis ich mein
eigentliches Vorhaben vergessen hatte?
Ich drückte meinem Schatz einen Kuss auf die
Backe und kuschelte mich lächelnd an ihn. Das Leben ist einfach
wunderbar.... im wahrsten Sinne!
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