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Monika Gentz |
Aktuelle
Projekte
● Bühnendekoration
des SKV Nauheim zur Sportlerehrung

● Innenraumgestaltung des Tanz-, Gesangs- und Schauspielstudio "Perform
& Yourstyle",
Oderstraße, Trebur
www.perform-yourstyle.de
  
   
  
● Kinderschminken zur Eröffnung des Tanz-, Gesangs- und
Schauspielstudios "Perform & Yourstyle",
Oderstraße, Trebur
● Werbetafeldesign der Firma "RZ-
Autoservice" in Trebur, Oderstraße
● Visagistin des Flörsheimer Amateurtheaters "FAT- Flörsheim"
www.fat-floersheim.de
Auszug aus der Webseite des FAT- Flörsheim/ Main:
Als die Pest
nach Flörsheim kam
Solange in Flörsheim stehet Stein auf Stein
nach dem historischen Volksstück "Das Neue Spiel zum Verlobten Tag"
von Wolfgang Stock
Wir knüpfen an die beliebten historischen
Stadt(auf)führungen des vergangenen Jahres an und erklären erneut
Flörsheims Strassen zur Freilicht-Bühne. Unter der Führung von
Hans-Dieter Darmstadt können Sie auch in 2009 wieder Interessantes
und Wissenswertes aus Flörsheims Geschichte erfahren und
gleichzeitig Geschichte spielerisch erleben.
Lassen Sie sich von uns zurückversetzen in das Jahr 1666. Der
"Schwarze Tod", die Pest, hat auch in Flörsheim Einzug gehalten.
Geliebte Menschen sterben, die Verzweiflung ist überall deutlich
spürbar.
Erleben Sie ein Stück Flörsheimer Geschichte an interessanten
Schauplätzen am Mainufer und in
unserer Altstadt.
Die Pestepidemie des Jahres
1666
(aus dem Flyer der Stadt Flörsheim am Main)
Die Pestepidemie, die Flörsheim im Jahre 1666
erreichte, grasierte zu diesem Zeitpunkt in Westeuropa schon drei
Jahre lang. Ein Handelsschiff aus Algier hatte 1663 die Krankheit
nach Amsterdam eingeschleppt, wo bis 1664 über 30.000 der rund
200.000 Einwohner starben.
Bis zum Juli 1665 hatte die Epidemie Köln erreicht, und im Oktober
dieses Jahres starben dort täglich 40 - 50 Menschen. Im Rheingau und
in Bingen tauchten zu diesem Zeitpunkt auch bereits die ersten
Krankheitsfälle auf.
Im Juli 1666 verfügte die freie Reichsstadt Frankfurt, dass aus
Mainz kommende Personen und Waren die Stadt nicht mehr passieren
dürften, da etliche aus Mainz eingereiste Personen mit den Symptomen
der Pest behaftet gewesen seien.
Für Flörsheim ist der 16. Juni 1666 als das erste Auftreten der
Seuche im Kirchenbuch vermerkt. An diesem Tag starben vier Kinder
des Schneiders Johann Peter Schuhmacher. Außer den Totenlisten im
Kirchenbuch aufgrund der Eintragungen des damaligen Pfarrers
Laurentius Münch existieren keine direkten Berichte über die
Pestzeit. 160 Verstorbene sind im Kirchenbuch verzeichnet; vermutet
werden aber bis zu 250 Tote in dieser Zeit - bei einer auf 700 Köpfe
geschätzten Einwohnerzahl.
Der Bericht des damaligen Pfarrers Gerhard Lamberti beschreibt
(in Auszügen): "(...) Am Anfang wurden die Toten tagsüber begraben,
als die Seuche sich verschlimmerte, auch nachts, damit nicht Unruhe
und Angst sich in der Bevölkerung und der Nachbarschaft
vergrößerten. Viele sind deshalb begraben worden ohne
Wissen der noch Lebenden."
"In dieser Not gab die ganze Gemeinde am 28. Juli 1666 das
Versprechen, für sich und ihre Nachkommen, sie wolle den erwähnten
Verlobten Tag feierlichst begehen, solange in Flörsheim ein Stein
auf dem anderen stehe, weshalb die an den Ort der vier Evanglien
gehenden Eltern ihren Kindern zuriefen: 'Ihr Kleinen, betet, bittet
und klagt zum Herrn, dass er wenigstens euch erhört; wenn unsere
Gebete zurückgewiesen werden.' Und siehe da! Danach, so berichten
alle älteren Leute, breitete sich die Seuche nicht weiter aus und
griff auch nicht auf den obern Teil der Stadt jenseits der Kirche
über, sondern wütete nur im unteren Teil."
    
    
    
    
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